Stammhaus Montfort

Der Übergang an Österreich

Spätestens ab 1444 laufen Bestrebungen von Seiten der Habsburger, den südlichen Teil der Stadt und der Herrschaft Bregenz an sich zu bringen, ehe schließlich Gräfin Elisabeth, die Tochter Graf Wilhelm VII. und damit Großnichte Graf Hugo XII., ihre Hälfte der Stadt und die Südhälfte der Herrschaft - Hofsteig mit Alberschwende, Lingenau-Hittisau sowie Teile der Herrschaft Hohenegg - an Herzog Sigmund von Tirol verkauft. Dieser bestätigt den Bürgern von Bregenz ihre Privilegien am 5. September 1451 Da die solchermaßen verkleinerte und durch die Macht Österreichs und dessen Vögte eingeschränkte Herrschaft nur noch ein Schatten ihrer früheren Größe ist, die letzten Montforter außerdem nur mehr "ein schwacher Abglanz ihrer früheren Vorfahren?" sind, teilt Hugo XVII., Ururenkel des Minnesängers und letzter Montforter der Linie Montfort-Tettnang-Bregenz, sein väterliches Erbe 1515 erneut, so dass nur noch die Nordhälfte der Bregenzer Herrschaft bei ihm verbleibt, seine innerösterreichischen Besitzungen hingegen an seinen Bruder Georg III. übergehen." Ohne legitime Erben und auf Drängen der Habsburger verkauft Hugo XVII. schließlich 1523 auch den letzten Besitz an Erzherzog Ferdinand von Österreich." Der Name Montfort-Bregenz verschwindet damit aus den Reihen des schwäbischen Adels." Dazu vermerkt die Zimmerische Chronik, das die Graven [ ... ] iren überigen Thai! an der Grafschaft auch nit lang behalten und ganz liederlich darumb kommen sein?' Graf Hugo XVII. erhält dafür die Vogtei über Feldkirch, die er jedoch nicht mehr versieht. 1532 lässt er seine drei unehelichen Kinder durch Kaiser Karl V. noch in den Adelsstand erheben. Da er aber 1536 ohne legitime Erben stirbt, finden die Bregenzer Montforter mit seinem Tod ihr Ende."


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